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Seit 2010
Fokussierung auf das Auslandsgeschäft

Richard Oetker, jüngerer Bruder von Dr. h. c. August Oetker, übernimmt 2010 die Leitung des Unternehmens. Er führt die Konzentration auf die Kernsortimente fort und entwickelt das Auslandsgeschäft entscheidend weiter. 2015 werden unter anderem das mexikanische Unternehmen D'Gari und das nordamerikanische Tiefkühlpizzageschäft von McCain Foods Limited übernommen. 

Pizza Tradizionale

Dr. Oetker präsentiert eine neue Dimension der Steinofen Pizza. Eine Pizza, die Leidenschaft und Tradition zu einem zeitgemäßen, modernen Genuss verbindet. Sie sieht nicht nur aus wie eine italienische Steinofen Pizza, sondern schmeckt auch so. Die Zutaten werden in einem aufwendigen Prozess zu einem lockeren Teig geknetet, der durch die Gärphase aromatisch und locker wird. Er wird im Steinofen nach einem extra auf ihn abgestimmten Verfahren gebacken.

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Globalisierung

Dr. Oetker ist in nahezu allen Produktbereichen Marktführer in Deutschland. Das Unternehmen orientiert sich immer stärker global und baut die Zahl der Landesgesellschaften auf rund 40 aus. Der Anteil am Umsatz, der im Ausland erwirtschaftet wird, wächst weiter und gewinnt zunehmend an Relevanz für das gesamte Unternehmen.

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  • Ausweitung der Partnerschaft mit SOS-Kinderdorf auf weitere Länder
  • Finanzielle Soforthilfe infolge verheerender Naturkatastrophen

 

 

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Flecken lassen Kinderherzen höherschlagen

Ausgehend von der Idee eines natürlichen Milchpuddings entsteht Dr. Oetker Paula – der erste Pudding für Groß und Klein, der Kuhflecken hat, die mit einem eigens für Dr. Oetker patentierten Verfahren in die Becher gefüllt werden und garantiert nicht verrutschen. Dafür wurden spezielle Fertigungsanlagen entwickelt und gebaut.

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Dr. Oetker Welt

Am Standort Bielefeld wird im März 2005 die Dr. Oetker Welt eingeweiht. Die Markenausstellung präsentiert die Entwicklung des Familienunternehmens und dessen Produkte im eindrucksvoll umgebauten Puddingpulverbau.

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  • Start der Partnerschaft mit SOS-Kinderdorf
  • Kooperation mit verschiedenen Bildungseinrichtungen
  • Programme für Mitarbeiter zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie zur Gesundheitsförderung und Altersvorsorge
  • Aktive und finanzielle Katastrophenhilfe
  • Gründung der "Richard und Ida-Kaselowsky Stiftung"

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    1990-1999
    Zeit zum Frühstücken

    Das Produktangebot wird auf die Kernkompetenzen des Unternehmens ausgerichtet. Zugleich werden neue Geschäftsfelder — wie beispielsweise der Müsli-Markt — für die Marke Dr. Oetker erschlossen. Die Strategie, die mittel- und osteuropäischen Märkte für Dr. Oetker zu erschließen, erweist sich ebenfalls als erfolgreich.

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    • Gründung der "Rudolf-August Oetker-Stiftung", die sich
      für Kunst, Kultur, Wissenschaft und Denkmalpflege einsetzt 
    • Finanzielle Unterstützung von Bedürftigen infolge von Naturkatastrophen
    • Weiterführende Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie
    • Systematische Maßnahmen zur Gesundheitsförderung der Mitarbeiter
    • Verschiedene Auszeichnungen für das Umweltengagement

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      1980-1989
      Konzentration auf die Kernsortimente

      1981 übernimmt Dr. h. c. August Oetker, Urenkel des Firmengründers, die Unternehmensleitung. Unter seiner Führung werden mehrere rechtlich selbstständige Unternehmenseinheiten zur heutigen Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG zusammengeführt. Er treibt insbesondere die Internationalisierung des Nahrungsmittelgeschäftes voran.

      Internationalisierung

      Um die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, steht künftig die Stärkung und Durchsetzung der Marken im Ausland im Mittelpunkt. Mit der Konzentration auf die Kernsortimente bei gleichzeitiger Verstärkung des Auslands-engagements steigt Dr. Oetker zum europäischen Marktführer bei Backartikeln, Backmischungen, Desserts und Pizza auf.  

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      • Integration der Umweltphilosophie und Durchführung erster systematischer Umweltmaßnahmen
      1970-1979
      Dr. Oetker Tiefkühlpizza

      Als immer mehr Tiefkühltruhen in den deutschen Haushalten zum Einsatz kommen, bringt Dr. Oetker 1970 die erste Tiefkühlpizza auf den Markt. Auch mit dieser Innovation entspricht das Unternehmen den sich ständig weiterentwickelnden Verbraucherwünschen, die sich in den Supermärkten selbst direkt von der Qualität überzeugen können. 

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      • Spende einer Kunsteisbahn an die Stadt
        Bielefeld, die bis heute in Betrieb ist

        1960-1969
        Marie-Louise Haase bürgt für Qualität

        In den 60er Jahren wird Marie-Louise Haase neue Leiterin der Versuchsküche sowie neues Dr. Oetker Werbegesicht. In Fernsehspots wirbt sie künftig für neue Produkte und Rezepte. Auf diese Weise gelingt es ihr, das Image des Unternehmens als Hersteller qualitativ hochwertiger Produkte zu festigen. 

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        • Gründung des Bielefelder Kinderschutzbundes
        • Stiftung regionaler Einrichtungen


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          1950-1959
          Kultfigur Frau Renate

          Dr. Oetker setzt auf imageorientierte Werbung. 1953 wird erstmals eine Person in den Mittelpunkt gestellt. "Frau Renate" bringt die Dr. Oetker Produkte über Werbeanzeigen und das Fernsehen in jeden bundesdeutschen Haushalt und spiegelt die zeitgenössischen Wünsche der Konsumenten wider. Auch in der Folgezeit nutzt das Unternehmen die Glaubwürdigkeit bekannter Persönlichkeiten für seine Werbung. 

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          • Schaffung von Wohnraum in mehreren deutschen
            Städten
          • Unterstützung von Kindertageseinrichtungen
          • Einrichtung eines Gesundheitshauses für Mitarbeiter

            1940-1949
            Wiederaufbau

            Dr. Richard Kaselowsky kommt bei einem Luftangriff auf Bielefeld im September 1944 ums Leben. Rudolf-August Oetker, der Enkel des Firmengründers, übernimmt mit 28 Jahren die Unternehmensführung und beginnt nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs mit dem Wiederaufbau des Unternehmens. Er widmet sich insbesondere dem Aufbau weiterer Geschäftsfelder. 

            Aufarbeitung der Unternehmensgeschichte

            Die Nähe der Unternehmensleitung zu den Machthabern des Dritten Reiches wurde wissenschaftlich-kritisch aufgearbeitet.

            Die Ergebnisse der dreijährigen Forschungsarbeit sind 2013 unter dem Titel "Dr. Oetker und der Nationalsozialismus" im C.H. Beck Verlag erschienen. URL: www.chbeck.de/11431209

            Zeitgemäße Rezepte

            Auch in der Not ist Dr. Oetker ein Ideengeber beim Backen und Kochen. Mit "zeitgemäßen" Rezepten erhalten die Hausfrauen vielfältige Tipps, wie sie mit nur wenigen Zutaten wohlschmeckendes Gebäck zubereiten können.

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            1930-1939
            Direkter Kontakt mit den Verbrauchern

            Intensive Werbung, darunter Informationsmobile, Filmvorführungen und Vortragsveranstaltungen, bringen die Dr. Oetker Produkte überall dem Verbraucher näher.

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            • Schaffung von Wohnraum für die Mitarbeiter und ihre Familien (Oetker-Siedlung)
            • Einrichtung einer Pensionskasse zur Verbesserung der Altersvorsorge der Mitarbeiter

              1920-1929
              Dr. Richard Kaselowsky

              1921 übernimmt Dr. Richard Kaselowsky, den die Witwe des Gründersohnes in zweiter Ehe geheiratet hat, als Treuhänder und geschäftsführender Teilhaber die Führung des Unternehmens. Zu dieser Zeit sind bereits über 600 Mitarbeiter für das Unternehmen tätig.

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              Weitere Auslandsniederlassungen

              Dr. Kaselowsky setzt den Erfolg des Firmengründers fort und weitet Produktion und Vertrieb auch im Ausland aus: In Frankreich, Polen, Belgien, Dänemark, den Niederlanden und Italien werden Schwestergesellschaften gegründet. Zuvor wurden die nationalen Märkte durch Vertreter erschlossen. 

              • Gründung einer "Oetker-Krippe" zur Entlastung berufstätiger Mütter
              • Stiftung einer Konzerthalle für die Stadt Bielefeld
              1910-1919
              Europas größte Backpulverfabrik

              Mit dem Ende des Ersten Weltkrieges endet der erste Abschnitt der Firmengeschichte. Im März 1916 fällt der Sohn des Firmengründers bei Verdun. 1918 stirbt Dr. August Oetker. Er hinterlässt ein Unternehmen, das trotz der Folgen des Krieges zu den bedeutendsten seiner Art in Europa zählt.

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              Dr. Oetker Schulkochbuch

              1911 erscheint das Dr. Oetker Schulkochbuch erstmals. Es hat seinen Ursprung in zunächst kostenlosen Rezeptheften und stellt einen praxisnahen Ratgeber dar, der neben den gesammelten Rezepten auch Tipps zur Haushaltsführung enthält. Das Dr. Oetker Schulkochbuch wird bis heute in vielen Haushalten häufig von Generation zu Generation weitergegeben. 

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              • Einrichtung der "Dr. August Oetker Gedächtnisstiftung" auf Initiative der Gründerwitwe Caroline Oetker
              • Unterstützung von Kriegswaisen und Bedürftigen
              • Engagement in Forschung und Wissenschaft 

              1900-1909
              Das Markenzeichen

              Dr. August Oetker beweist Weitblick und lässt um die Jahrhundertwende ein prägnantes Warenzeichen für seine Produkte entwerfen. Als Inspiration verwendet der Grafiker Theodor Kind die Silhouette seiner Tochter Johanna und entwickelt so den prominenten „Hellkopf", der seitdem auf allen Dr. Oetker Verackungen abgebildet ist.

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              Unternehmerischer Weitblick

              Der Auszug aus der Aschoff’schen Apotheke im Mai 1900 in ein neues Fabrikgebäude markiert einen Meilenstein in der Geschichte des Unternehmens. Daraufhin wird die industrielle Fertigung weiter ausgebaut und die Arbeit mit einer automatisierten Abfüllmaschine, die die Tüten zusätzlich selbstständig schließt und verklebt, rationalisiert. Weitere Erweiterungsbauten auf dem Firmengelände folgen. Bereits 1908 wird bei Wien die erste Auslandsfertigung aufgenommen.

              • Umfassende innerbetriebliche Sozialleistungen für Mitarbeiter
              • Förderung naturwissenschaftlicher Institutionen
              1891-1899
              Wie alles beginnt

              In der Hinterstube seiner Apotheke hantiert Dr. August Oetker bis spät in die Nacht mit verschiedenen Pülverchen. Was er da in hartnäckiger Forscherarbeit entwickelt, revolutioniert das Backen: Er entwickelt ein Backpulver, welches aufgrund des genauen Mischungsverhältnisses und der eingesetzten Rohstoffe garantiert, dass jeder Kuchen gelingt. In kleine Tütchen wird exakt die für jeweils ein Pfund Mehl richtige Menge portioniert.

              Ein Traum geht in Erfüllung

              „Habe ich erst mein Ziel, den Erwerb einer Apotheke erreicht, werde ich versuchen, noch etwas ganz Besonderes zu schaffen." Bereits als Lehrling hegt Dr. August Oetker den Wunsch, sich einmal als Apotheker selbstständig zu machen. Am 1. Januar 1891 erfüllt er sich diesen Traum und erwirbt in der Bielefelder Innenstadt die Aschoff'sche Apotheke. 

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              Firmengründer Dr. August Oetker

              August Oetker wird am 6. Januar 1862 in Obernkirchen bei Bückeburg geboren. Nach der Bürgerschule besucht er das Adolfinum Gymnasium in Bückeburg, wo er 1878 das Abitur absolviert. Nach einer Apothekerlehre arbeitet er ab 1884 als Gehilfe im hessischen Hanau für eine Firma, die unter anderem Apotheken und Laboratorien beliefert. Im November 1885 beginnt er in Berlin ein Studium der Naturwissenschaften. Nach vier Semestern schließt er dieses ab und wird 1888 in Freiburg im Breisgau promoviert. 

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